Das Henschel Quartett ist ohne Frage eines der besten Ensembles der Welt, ein „großartiges Quartett!“ (Los Angeles Times). Dem international verorteten Henschel Quartett mit Sitz in Deutschland und Skandinavien gelingt es, durch eine klug nuancierte Besetzungselastizität zeitgemäße Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit in Fragen der Nachhaltigkeit zu finden und dabei gleichzeitig die über fast 30 Jahre gewachsene, einzigartige Ensembleidentität zu bewahren.
Hervorgegangen aus den drei Geschwistern Christoph, Markus und Monika Henschel sowie dem dänischen Cellisten Mathias Beyer-Karlshoj und gemeinsam mit dem erweiterten Ensemble Henschel & Friends sind inzwischen zwei Exzellenz-Ensembles entstanden, die neben internationalen Konzertauftritten wegweisende Lösungen zu Innovation und Transformation auf die Bühnen und in die Lehre bringen. Ob neue nachhaltige Konzertformate am preisgekrönten Kulturareal Altes Gaswerk Augsburg oder Zukunftslaboren mit jungen Menschen – die Henschels überraschen, überzeugen und gestalten. „Nur der Faktor Zeit macht aus jungen Ensembles nach Jahrzehnten Exzellenz-Ensembles, die die menschliche und künstlerische Dichte besitzen, um als gewachsene Klangkörper ein Ganzes erlebbar zu machen, das mehr ist als die Summe seiner Teile“, sagt Monika Henschel, Präsidentin des Bundesverbands der Streichquartette und weiterer Kammermusik-Ensembles.
Regelmäßig konzertiert das Ensemble mit der Violinistin Gertrud Schilde, die seit vielen Jahren eine künstlerisch enge Verbindung zu den Geschwistern Henschel pflegt und sich durch ihre stilistische Vielseitigkeit und kammermusikalische Feinfühligkeit international einen Namen gemacht hat. Mit dem Cellisten Hendrik Blumenroth, festes Mitglied des Henschel Klaviertrios mit Christoph Henschel und der Pianistin Margarita Oganesjan sowie Cellist des delian::quartetts, verbindet die Henschels eine intensive und kontinuierliche Konzerttätigkeit. Ebenfalls regelmäßig zu Gast ist der Cellist Emil Bekir, ein gefeierter Kammermusiker und Solo-Cellist des Jewish Chamber Orchestras Munich, der das erweiterte Ensemble mit seiner künstlerischen Präsenz und klanglichen Tiefe nachhaltig bereichert.
Dorothee Eberhardt (Gilching) - Streichquintett (2023)
Die in Gilching bei München lebende, vielfach ausgezeichnete Komponistin hat ihr Werk „Streicher pur“ für diese Aufführung zu einem Streichquintett erweitert – in jener Besetzung mit zwei Violinen, Viola und zwei Violoncelli, die auch Schuberts spätem Meisterwerk zugrunde liegt. Rhythmisch prägnante Außensätze und ein geheimnisvoll schwebender Mittelteil entfalten eine moderne, spannungsreiche Klangwelt mit flirrenden Tremoli, gleitenden Glissandi und dichten Klangflächen.
Franz Schubert - Streichquintett D-Dur, D 956
Schuberts letztes Kammermusikwerk, wenige Wochen vor seinem Tod entstanden, zählt zu den erhabensten Schöpfungen dieser Gattung. Die zweite Cellostimme verleiht dem Werk eine außergewöhnliche klangliche Tiefe und Wärme. Besonders der langsame Satz berührt durch seine zeitlose, entrückte Schönheit.
Ludwig van Beethoven - Streichquartett Nr. 1 F-Dur op. 18,1
Der markante Unisono-Beginn dieses frühen Quartettes kann als musikalisches Sinnbild der Ideale der Französischen Revolution verstanden werden: Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit. Aus kleinsten motivischen Keimen entwickelt Beethoven ein Werk von klarer Struktur und großer innerer Spannung.
Ein Konzertabend, der Tradition und Gegenwart in einem lebendigen, klangvollen Bogen vereint.